Definition
Nur-Taker-Gebührenplan
Ein Gebührenmodell, bei dem nur liquiditätsentziehende Orders belastet werden.
Nur-Taker-Gebührenplan
Ein Nur-Taker-Gebührenplan ist ein Marktgebührenmodell, bei dem nur liquiditätsentziehende Orders (Taker-Orders) mit einer Gebühr belegt werden; liquiditätsbereitstellende Orders (Maker-Orders) zahlen keine Gebühr. Auf Polymarket bedeutet das, dass ein Trader, der bestehende Gebote trifft oder bestehende Ask-Orders aufnimmt, die veröffentlichte Taker-Gebühr zahlt, während ein Trader, der eine ruhende Limit-Order postet, die später als Maker ausgefüllt wird, keine Maker-Gebühr zahlt.
Im Kontext
Polymarket betreibt ein CLOB (Central Limit Order Book) und verwendet in den meisten Kategorien eine Nur-Taker-Struktur: Maker-Gebühren sind null, während Taker-Gebühren je nach Marktkategorie variieren und derzeit zwischen 0% und 1.8% liegen, wobei die Kategorie "Geopolitics" gebührenfrei ist. Die Unterscheidung ist für die Ausführungsstrategie wichtig: aggressive Market- oder FAK-Orders, die Liquidität entfernen, ziehen Taker-Gebühren nach sich und werden zum Zeitpunkt des Trades berechnet, während passive Limit-Orders, die Liquidität hinzufügen, Maker-Gebühren vermeiden.
Warum das für Trader wichtig ist
- Ausführungskosten: Taker-Orders zahlen die Gebühr zusätzlich zu Spread und Slippage, wodurch die effektiven Kosten im Vergleich zu einem Maker-Fill steigen.
- Strategie: Trader, die niedrigere explizite Kosten anstreben, können Limit-Orders posten und auf eine Ausführung warten, statt Market-/FAK-Orders zu verwenden.
- Arbitrage: Bei Intra‑Market-Arbitrage (Kauf beider Seiten, wenn Σ bestAsk < $1.00) verringern Gebühren den Edge — Sie müssen Taker-Gebühren einbeziehen, wenn eine der beiden Seiten Liquidität entfernt, um den potenziellen Gewinn zu berechnen.
Siehe auch
- /glossary/taker-fee
- /glossary/maker-fee